LSD
• Die bewusstseinsverändernde Wirkung von LSD wurde 1943 von
Albert Hofmann entdeckt. Vor dem Verbot kam es in den 60ern zur Verbreitung
in Alternativkulturen und in der experimentellen Psychotherapie.
• Meist wird LSD in Form von Papier-Trips eingenommen. Die Aufnahme
kann jedoch auch über die Haut erfolgen. Je nach Dosis dauert die
Wirkung 8 bis 20 Stunden an.
• Schon bei geringen Dosierungen werden Sinneseindrücke intensiviert
und das Zeit-Raum-Gefühl verändert sich. Nebenwirkungen können
Schwindel und Unruhe sein.
• Im Extremfall verändert sich die Wahrnehmung völlig
und die Grenzen der persönlichen Identität werden aufgelöst.
Das Verständnis von Wirklichkeit und Sinn wird dabei grundlegend
beeinflusst.
• LSD ist eine psychedelische (’die Psyche offenbarende’)
Substanz. Ins Unbewusste verdrängte Gefühle und Erlebnisse können
durch sie wieder freigelegt werden.
• Großen Einfluss auf den Verlauf des Trips haben neben dem
Grundgefühl auch das Umfeld und die Umgebung. So kann der Gebrauch
in geschlossenen Räumen beklemmende Empfindungen auslösen.
• LSD erzeugt weder positive noch negative Gefühle, sondern
öffnet im Wesentlichen nur Türen zu Räumen, die in der
betreffenden Person bereits vorhanden sind.
• Teilweise wird der Gebrauch als bereichernd beschrieben. Viele
Personen haben jedoch Probleme die Erfahrungen zu verarbeiten.
• Durch bereits bestehende negative Empfindungen können ’Gedankenverknotungen’,
Ängste und verstörende Bilder auftreten.
• Bei einer Veranlagung kann der LSD-Gebrauch zum Ausbruch einer
Psychose entscheidend beitragen.
• Ein späteres Wiederauftreten der Wirkung ist möglich.
Die ’Flashbacks’ werden meist durch unbewusste Erinnerungen
ausgelöst.
• Ein Mischkonsum mit anderen Drogen (inkl. Alkohol) erhöht
stark die körperlichen und psychischen Risiken.
• Bei vielen Problemen während des Trips helfen frische Luft,
Säfte und Zuckerwasser, sowie eine ruhige Umgebung, ein sanftes Eingehen
auf die Person und die Konzentration auf angenehme Erfahrungen.
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