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ECSTASY

• Die Ecstasy-Ursubstanz MDMA wurde 1912 patentiert. Als Überbegriff für mehrere Substanzen mit ähnlicher Wirkung fand Ecstasy in der Techno-Kultur eine weite Verbreitung.

• Inzwischen beinhalten viele vorgebliche ’Ecstasy’-Pillen jedoch stark giftigere Stoffe.

• Ecstasy in der Urform kann ein tranceartiges Tanzen erleichtern und fördert das Gemeinschaftsgefühl. Teilweise wandelt sich auch das visuelle Emp€ nden und das Zeitgefühl.

• Ecstasy trägt oft aber auch zur Entfaltung einer oberächlichen Scheinwelt bei. In dieser werden im Gefühl des ’Alles ist so geil’ bestehende Widersprüche nicht mehr erkannt.

• Im Gehirn bewirkt Ecstasy die Ausschüttung von Serotonin, wodurch es zu einem intensiven Glücksemp€ nden kommt. Die Umgebung wird positiver und sensibler wahrgenommen, anderen Menschen wird offen entgegengetreten und Probleme erscheinen unbedeutend.

• Schon nach 2 bis 3 Pillen an einem Wochenende ist der Serotoninspeicher jedoch weitgehend geleert. Es dauert teilweise Wochen bis er wieder aufgefüllt ist. Ein Nachlegen macht deshalb nicht glücklicher, sondern nur speediger und matschiger.

• Ausgeprägte Probleme überdeckt Ecstasy höchstens kurzzeitig. Vielmehr setzt meist eine Verkrampfung und Unruhe ein.

• Ein depressives Gefühl der Leere entsteht oftmals am ’Day After’, wenn der körpereigene Serotoninspeicher weitgehend geleert ist. Die Substanz 5-HTP kann dem entgegenwirken.

• Ecstasy scheint Energien freizusetzen. Tatsächlich werden aber Erschöpfung und Durst nur überdeckt, was zu Kreislaufproblemen und einer Überhitzung führen kann.

• Äußerst wichtig ist es deshalb, beim Tanzen Pausen zu machen und Mineralwasser oder Säfte zu trinken, auch wenn man keinen Durst verspürt.

• Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Übelkeit, Durchfall und ein Anstieg des Blutdrucks. Überdosierungen und ein starker Konsum können zu schweren Nieren- und Hirnschädigungen, im Extremfall sogar zum Tod führen.

• Ein Mischkonsum mit anderen Substanzen sollte vermieden werden, da die Risiken anwachsen. So nimmt beim Konsum von MDMA und Speed die Hirnschädlichkeit stark zu.

• Nur teilweise enthalten die Pillen MDMA. Die Konzentration der aktiven Inhaltsstoffe schwankt zum Teil stark, weshalb Wirkungen und Gefahren kaum einzuschätzen sind.
 

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